Pressespiegel

611 Kinder in der Tagespflege

Schwarzwälder Bote, 16.04.2018

Die Geehrten des Tageselternvereins mit dem zweiten Vorsitzenden Paul Huber (rechts) und Jugendamtsleiterin Charlotte Orzschig (links) vom Landratsamt Freudenstadt. Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Tageselternvereins Landkreis Freudenstadt stand die Würdigung des Engagements von Tagesmüttern und der langjährigen Vereinszugehörigkeit einzelner Mitglieder.

Kreis Freudenstadt. In 707 Betreuungsverhältnissen wurden im vergangenen Jahr 611 Kinder in der Tagespflege durch 136 Tagespflegepersonen betreut und gefördert. Rund die Hälfte der Kinder war unter drei Jahren. Der zweite Vereinsvorsitzende, Paul Huber, berichtete in seinem Jahresrückblick über einen Rückgang an Betreuungspersonen, da mehr Tagesmütter ausscheiden als neue hinzukommen. Huber sprach dabei die Problematik der Verlässlichkeit und der Kontinuität an, die durch langjährige Mitarbeiter gewährleistet werden könne.

Bürgermeister Dieter Bischoff begrüßte den Tageselternverein in den Räumen des Schulzentrums Pfalzgrafenweiler und bezog in seinen Grußworten Stellung zum Schulstandort, der mit einem Hort seit zwei Jahren die räumlichen und personellen Bedingungen geschaffen hat, um auch in den Ferienzeiten eine Betreuung zu gewährleisten. Momentan nehmen 28 Kinder dieses Angebot in Pfalzgrafenweiler in Anspruch, bei dem eine Betreuungszeit von bis zu 50 Wochenstunden möglich ist. Die Gemeinde stellt monatlich 610 Euro pro Kind als Zuschuss bereit, während die Eltern im Monat bis zu 500 Euro bezahlen müssen. Bischoff sprach auch über momentan ansteigende Kinderzahlen.

Charlotte Orzschig, Jugendamtsleiterin in Freudenstadt, überbrachte die Grüße von Landrat Klaus Michael Rückert und sprach über die Qualifizierungen und Fortbildungen für neue und bereits länger tätige Tagesmütter, die stets von Änderungen betroffen seien. Als Träger stünden beim Tageselternverein die Vermittlung und Begleitung sowie die Fachberatung und Qualifizierung im Vordergrund. Dem seit 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz für einjährige und ältere Kinder werde genügt. Der Tageselternverein übernehme als klassische Aufgaben neben der fachlichen Beratung die Vermittlung von Kindern zur Tagesbetreuung und begleite die Betreuungsverhältnisse.

Der Verein sei mit vier Vollzeitarbeitskräften, davon zwei befristet, einer 60-Prozent-Stelle und einer 25-Prozent-Stelle gut aufgestellt, meinte Paul Huber. Tagesmütter erhielten pro Kind und geleistete Betreuungsstunde eine Geldleistung in Höhe von sechs Euro, die auf 6,50 Euro erhöht werden könnte, sofern das von Landesseite befürwortet wird.

Fachliche Begleitung weiterentwickeln

In vergangenen Jahr konnten 331 Kinder in Betreuungsverhältnisse vermittelt werden, davon 71 Schulkinder, 83 Kindergartenkinder, 178 Kinder unter drei Jahren und sogar 36 Kinder unter einem Jahr. Allerdings wurden dem gegenüber auch 355 Betreuungsverhältnisse beendet. Für die Zukunft hat sich der Verein vorgenommen, die fachliche Begleitung weiterzuentwickeln und ein neues Qualifizierungskonzept zu erstellen.

Über die Zufriedenheit der Eltern mit der Kindertagespflege in Kooperation mit dem Tageselternverein referierte der Kindheitspädagoge Michael Müller über die Pilotstudie zu diesem Projekt. Nach dem Kassenbericht, vorgetragen von Susanne Schnürle, und einer einstimmigen Entlastung der Kassenführung und des gesamten Vorstands wurde Stefanie Schlotter einstimmig zur Kassenprüferin gewählt.

Zum Schluss der Hauptversammlung kündigte Paul Huber noch den Termin für den Festakt zum 25-jährigen Bestehens des Tageselternverein Freudenstadt an. Geplant ist hierfür der Samstag, 20. Februar, 2021.

Beim Tageselterverein Landkreis Freudenstadt wurden auch treue Mitglieder geehrt. Für 20 Jahre Mitgliedschaft wurden Christiane Gebhard, Ingrid Hoyer, Gabriele Schneider, Brigitte Schneiderhan, Susanne Walter und Theresia Zimmermann geehrt. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die seit vielen Jahren tätigen Tagesmütter Bärbel Fischer, Susanne Ring, Ursula Kolley, Sonja Kirschmann, Bärbel Bross, Ewald Schneider, Gisela Goldmann, Lucia Meyer, Silvia Holzapfel, Eva Finkbeiner, Cornelia Wöhrle, Manuele Drößler und Antoinette Huber. Sie alle durften sich über ein Buchpräsent aus der Hand von Paul Huber und den Dank des Tageselternvereins freuen.

Verein sucht dringend Tageseltern

Von Schwarzwälder-Bote 04.08.2017

Die Nachfrage nach der Betreuung von Kindern durch Tageseltern steigt im Kreis Freudenstadt. Foto: Tageselternverein

Kreis Freudenstadt - Die Kinderbetreuung durch Tageseltern wird immer beliebter. Auch im Landkreis Freudenstadt ist die Nachfrage in jüngster Zeit so hoch, dass der Tageselternverein nun Alarm schlägt.

"Seit 2009 haben sich die Betreuungszahlen in der Kindertagespflege verdoppelt, die Zahl der unter Dreijährigen hat sich sogar vervierfacht, die Zahl der Betreuungspersonen hat dabei jedoch stagniert", so Paul Huber, einer der beiden Vorstände des Vereins.

108 Tageseltern sind derzeit im ganzen Landkreis tätig; benötigt werden angesichts steigender Nachfrage in den kommenden Jahren aber noch deutlich mehr. Während bisher oft optimale Betreuungslösungen gefunden werden konnten, gibt es mittlerweile eine lange Warteliste.

Babyboom, Einführung eines gesetzlichen Rechtsanspruchs, ein breiter Ausbau der Kindertagesstätten und die gute Beschäftigungslage in den letzten Jahren hätten dazu geführt, dass immer mehr Eltern auch schon für die kleinen Kinder eine Betreuungsmöglichkeit in Anspruch nehmen, so Huber. Im Zuge dessen erfahre auch die Betreuung bei Tageseltern immer mehr Zuspruch.

Oft seien es auch die Arbeitszeiten der Eltern, die außerhalb der üblichen Krippenöffnungszeiten liegen und somit eine Betreuung durch eine Tagesmutter erforderlich machten. Paul Huber führt als Beispiel den Fall des kleinen Fabian (neun Monate) an: Seine Mutter wird im September eine Ausbildung zur Krankenpflegerin beginnen, ab dann braucht sie für ihren Kleinen eine Betreuung. Fabians Oma würde gerne ihre Tochter unterstützen, ist aber selbst noch berufstätig. Ein Krippenplatz würde wegen der Arbeitszeiten, die für Fabians Mutter anfallen, ihren Betreuungsbedarf nicht abdecken. Zuhause bleiben ist keine Alternative, sie ist alleinerziehend und muss auf Dauer für ein ausreichendes Einkommen für sich und ihren Sohn sorgen.

So wie Fabians Mutter geht es zurzeit vielen Eltern: Viele Betreuungsanfragen können noch nicht erfüllt werden. Der Tageselternverein sei deshalb immer um die Gewinnung und Ausbildung liebevoller und kompetenter Tageseltern bemüht, betont Huber.

Am 7. Oktober beginnt ein neuer Qualifizierungskurs. Diese Grundqualifizierung dauert insgesamt ein Jahr. Die einzelnen Termine finden meist einmal wöchentlich abends oder samstags außerhalb der Ferienzeiten statt. Bereits nach dem ersten Teil der Qualifizierung kann mit der Betreuung von Kindern begonnen werden. Wer Freude am Umgang mit Kindern hat und gerne Tagesmutter oder Tagesvater werden möchte, kann sich auf der Homepage des Tageselternvereins (www.tev-fds.de) informieren oder sich für ein persönliches Beratungsgespräch direkt an die Fachberaterinnen wenden, Telefon 07451/8483 oder 07441/ 90 55 69.

Gute Arbeit für wenig Geld?

Schwarzwälder Bote, 24.04.2017

Im Landkreis Freudenstadt wurden im vergangenen Jahr 620 Kinder in der Tagespflege von 136 Mitgliedern des Tageselternvereins betreut und gefördert. Der Verein ergänzt das Betreuungsangebot der Kindertagesstätten und der Kinderkrippen im Kreis.

Kreis Freudenstadt/Loßburg/Horb. Zu seiner Mitgliederversammlung begrüßte der Vorsitzende des Tageselternvereins, Horbs OB Peter Rosenberger, die vor allem weiblichen Vereinsmitglieder und Mitarbeiterinnen, seine Vorstandskollegen sowie die Sozialdezernentin des Landkreises Freudenstadt, Stefanie Simet, und den Hausherrn des Kinzighauses, Loßburgs Bürgermeister Christoph Enderle.

Rosenberger informierte zuerst über das Angebot des Tageselternvereins, das nicht nur eine qualitativ hochwertige "Randzonenbetreuung" abdecke, sondern auch viele Kleinkinder in den Kernzonen nicht nur betreue, sondern auch fördere. Die Kinderbetreuung sei vor allem im ländlichen Raum enorm wichtig und hier auch noch bezahlbar. Im vergangenen Jahr, in dem der Verein sein 20-jähriges Bestehen gefeiert hat, sei deutlich geworden, dass die Arbeit der Tageseltern auch wertgeschätzt werde. "Ich bin mir sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte der Vereinsvorsitzende in seiner Begrüßungsrede. Kinderbetreuung habe einen hohen Stellenwert. Außerdem sei er zuversichtlich, dass der Verein seine Forderungen politisch richtig platzieren könne, "denn da geht es natürlich ums Geld". Die Bezahlung der Tageseltern sei einfach nicht dort, wo sie hingehöre. Kinderbetreuung sei ein zentrales Thema, sagte auch Bürgermeister Christoph Enderle in seinem Grußwort. Alleine in Loßburg gäbe es sechs Tageseltern, die das kommunale Angebot im Kinderbetreuungsbereich ergänzen würden. Es gelte, Kinder zu betreuen und nicht zu verwahren. Loßburg sei eine sehr familienfreundliche Kommune, die das sehr gut hinbekommen habe. Auch er erwähnte, dass bei der Bezahlung der Tageseltern nachgebessert werden müsse. Von Seiten des Landratsamtes war es die Dezernentin für Soziales, Stefanie Simet, die in ihrer Rede die wichtige Arbeit des Vereins hervorhob. Das Betreuungsangebot des Tageselternvereins sei ein Bonus, der nicht nur wohnortnah, sondern auch hochflexibel sei. Betreuung werde auch an den Wochenenden und von früh morgens bis spät in die Nacht angeboten. Auch das Ferienprogramm des Tageselternvereins sei für berufstätige Eltern eine großartige Unterstützung und ideale Ergänzung. Dass der Verein dem Landkreis wichtig sei, zeige sich an der Förderung von 279 000 Euro im letzten Jahr, sagte sie und dankte für das Engagement im Namen des Landkreises.

Über den Jahresbericht im Einzelnen informierte der zweite Vorsitzende Paul Huber. Durch Mehrfach- und Ferienbetreuung seien für die 620 betreuten Kinder in der Kindertagespflege für den Verein 746 Betreuungsverhältnisse entstanden. Davon seien 596 Kinder im Haushalt der Tageseltern, 104 Kinder in anderen geeigneten Räumen und 46 Kinder im Haushalt der Eltern betreut und gefördert worden. In 474 Fällen habe der Verein das einzige Betreuungssetting getätigt, bei 238 Kindern sei die Betreuung ergänzend zu einer Förderung in einem Kindergarten oder einer Krippe erfolgt. 34 Kinder seien ergänzend zur Ganztagsschule betreut worden. Insgesamt 370 der betreuten Kinder waren jünger als drei Jahre, davon 306 sogar jünger als zwei, beziehungsweise 130 jünger als ein Jahr. Dies entspreche einer Betreuungsquote von 5,6 Prozent für den Landkreis und bedeute, dass jedes vierte Kind unter drei Jahren, das im Jahre 2016 im Kreis außerfamiliär betreut wurde, eine Tagesmutter vom Verein gewählt hatte, erläuterte Huber.

Die derzeitigen 136 Tagespflegepersonen des Vereins hätten im vergangenen Jahr nahezu 300 000 Betreuungsstunden geleistet. Dabei liege die Zufriedenheit aus der Sicht der Eltern bei 98 Prozent, informierte Paul Huber.

Im Anschluss an die Hauptversammlung referierte Gabriele Haug-Schnabel über das Thema "Besonderheiten der Qualität in der Kindertagespflege". Sie ist Leiterin der Forschungsgruppe "Verhaltensbiologie des Menschen" mit Forschungsschwerpunkt "Kindliche Entwicklung und Qualität in der außerfamiliären Betreuung". Die Tagespflege habe ein Alleinstellungsmerkmal und sie sei zwar nicht gleichartig aber gleichwertig mit anderen Einrichtungen wie Kitas oder Krippen, habe eine Studie ergeben.

Immer mehr Babys bei Tageseltern

Schwarzwälder Bote, 20.03.2017

Der Tageselternverein im Landkreis Freudenstadt wächst weiter. Mit 727 Betreuungsverhältnissen verbuchte er ein Plus von drei Prozent. Vor allem bei den Babys und Kleinkindern stieg die Quote rasant.

Kreis Freudenstadt. Diese Jahresbilanz zog am Samstag Paul Huber, Vize-Vorsitzender des Vereins, in Horb. Er macht einen klaren Trend aus: "Die Zahl der Kinder unter einem Jahr, die von uns betreut werden, ist sogar um 13 Prozent angestiegen! Bei den Kinder unter drei Jahren verzeichneten wir einen Zuwachs von zehn Prozent. Das ist ein klares Indiz dafür, dass Eltern unsere flexibleren Leistungen vermehrt nachfragen."

Nachfrage steigt weiter

Die Jahresbilanz 2016. Für den Tageselternverein ein weiteres erfolgreiches Jahr zum 20. Jubiläum. Für Huber waren eines der "Highlights" im Jubiläumsjahr die insgesamt sechs Flüchtlingskinder, die in Alpirsbach betreut wurden. Huber: "Die sprechen einfach altersentsprechend Deutsch. Das ist toll, das zu sehen."

Der Tageselternverein. Er ist flexibler als die Kitas. Egal, ob die Kleinen morgens um 5.30 Uhr betreut werden müssen oder bis 22 Uhr – unter den 136 Tagesmüttern findet sich immer eine Möglichkeit. Obwohl, so Huber: "Wir haben auch zwei Männer: Einen in Freudenstadt und einen Großvater, der auch seinen Enkel betreut."

Laut der Kubik-Studie sei die Prozessqualität in der Kindertagespflege besser als im Kindergarten. Das liege sicherlich auch daran, dass der Tageselternverein sein Personal gut ausbilde und es eine vierwöchige Eingewöhnungszeit gebe, bei der die Eltern der Kinder bei den Tageseltern mit dabei sind. Zwar ist die Zahl der Tagespflegepersonen des Vereins von 134 Aktiven auf 136 gestiegen, allerdings gibt es Nachwuchsprobleme. Huber: "15 haben ihre Tätigkeit beendet, zehn haben neu angefangen. Wenn das zehn Jahre so weitergeht, dann haben wir niemand mehr." Die Wirtschaft brummt, da sei es für Frauen leichter und oft attraktiver, in die Wirtschaft zu gehen.

Pro Kind bekommt eine Tagesmutter 5,50 Euro pro Stunde. Huber: "Weil es aber nicht mehr als fünf Kinder auf einmal sein dürfen und sich die Kinder über den Tag verteilen, kommen die Tagespflegepersonen als Selbstständige nicht besonders weit. Unter unseren Tagesmüttern haben wir wenige, die über 1500 Euro zu versteuerndes Einkommen haben." Deshalb ist es eine "riesige Herausforderung", neue Tagesmütter oder -väter zu finden. Die Nachfrage allerdings scheint weiter zu steigen. Auf der Homepage des Tageselternvereins haben schon Eltern aus Lübeck angefragt, die demnächst in den Landkreis Freudenstadt umziehen wollen.

Zwar gibt es Forderungen vom Landesverband der Tageseltern, die Erhöhungen des Stundenlohns fordern. Huber: "Es sind Forderungen von mindestens 6,50 Euro im Raum. Randzeiten sollten noch einmal mit einem Euro höher vergütet werden." Denn: Der Elternbeitrag orientiert sich am Kita-Beitrag und liegt bei 1,97 Euro anteilig pro Stunde. Den Rest zahlt der jeweilige Landkreis. Das kostet den Landkreis Freudenstadt laut Huber jährlich durchschnittlich zwei Millionen Euro. Kommt die Stundensatzerhöhung für die Tageseltern, dann würde das den Landkreis zwischen 300 000 und 500 000 Euro jährlich mehr kosten. Huber: "Insgesamt kommen wir mit dem Landkreis sehr gut aus. Die Zusammenarbeit ist unkompliziert, und wir sind gut im Landkreis aufgestellt."

Tag der offenen Tür hatte der Tageselternverein, Foto: Hoppe

Spaß der Kinder freut die Betreuerinnen

Stadt Horb macht mit Hilfe des Tageselternvereins durchgängiges Freizeitangebot in den Sommerferien

Schwarzwälder Bote, 02.09.2016

Sechs Wochen Urlaub nehmen, weil Ferien sind? Für berufstätige Eltern ist das unmöglich, wie Paul Huber vom Tageselternverein erklärt. Der Verein hat die Betreuungslücke in den drei letzten Augustwochen mit einem eigenen Angebot gefüllt. 

Alexandra Haizmann (oben) und Aylin Kandemir (rechts) betreuen die Kinder im Auftrag des Tageselternvereins. Foto: Müssigmann

Horb. Familienfreundliche Kommune – so nennt sich die Stadt Horb. Dieses Etikett will nimmt man in der Verwaltung offenbar ernst: Sie hat den Tageselternverein beauftragt, die Betreuungslücke in den Ferien zu schließen, wenn keine sonstige Betreuung – wie etwa Stadtranderholung – geboten ist.

Von 15. August bis heute haben zwei Lehramtsstudentinnen insgesamt 16 Kinder betreut. Basis des Angebots war die Mensa des Martin-Gerbert-Gymnasiums. Die Berufstätigkeit der Eltern war kein Kriterium für die Teilnahme der Kinder – anders als in der Tagesbetreuung bei einer Tagesmutter, wie der Vorsitzende des Tageselternvereins, Paul Huber, erklärt.

Die Dauer der Betreuung war variabel – pro Wochen nahmen demnach im Schnitt zehn Kinder gleichzeitig teil. Das Wetter hat es den Organisatoren leicht gemacht, ihr Programm, das meist außerhalb des Mensagebäudes stattgefunden hat, durchzuziehen: Dazu gehörten ein Ausflug ins

Freibad auf der Schütte, Planschen am Wasserspielplatz oder Eisessen gehen. Dem achtjährigen Maximilian hat es am besten gefallen, mit seinen Freunden im leeren Pausenhof zu spielen. »Wir haben hier kein padagogisches Förderprogramm, es geht um sinnvolle Freizeitbeschäftigung «, sagt Huber. Viele Kinder genießen die freie Zeit, indem sie jedes Tierchen und Blümchen am Wegesrand begutachten, berichten die Betreuerinnen.

Studentinnen mit Berufswunsch Lehrerin organisieren Programm

Die beiden Betreuerinnen hatten Spaß an der Aufgabe und sich was dazuverdient. Aylin Kandemir (26) aus Horb studiert Grundschullehramt und sagt: »Ich arbeite eh gerne mit Kindern.« Alexandra Haizmann aus Nagold-Hochdorf (20) studiert unter anderem Physik auf Gymnasiallehramt und sagt: »Es freut mich, die Freude in den Gesichtern zu sehen, wenn sie was machen, das ihnen Spaß macht.« Das Angebot wird teils über Elternbeiträge (85 Euro pro Woche) finanziert, den Restbetrag

übernimmt die Stadt. Der Tageselternverein organisiert das Angebot.

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