Pressespiegel

Neue Tagesmütter erhalten Zertifikate

Schwarzwälder Bote, 14.05.2019

Bei der Zertifikatsfeier: die neuen Tagesmütter mit Vertretern des Tageselternvereins Freudenstadt und des Landratsamts. Foto: Schwark Foto: Schwarzwälder Bote

Freudenstadt. Bei einer öffentlichen Zertifikatsfeier im Bistro des Landratsamts Freudenstadt erhielten aus Anlass des "Tags der Kinderbetreuung" einige Tagesmütter vom Tageselternverein Freudenstadt ihre Zertifikate.

Sie hatten im vergangenen Jahr ihr Abschlusskolloquium bestanden. Der zweite Vorsitzende des Tageselternvereins Landkreis Freudenstadt, Paul Huber, begrüßte dazu auch die Jugendamtsleiterin Charlotte Orzschig und Diane Schreitmüller als Leiterin der Qualifizierung. Huber erläuterte, wie der Tag der Kinderbetreuung zustande kam. Ins Leben gerufen wurde der Aktionstag von Peter Gärtner im Jahr 2012. Die Absolventinnen bereiteten sich eineinhalb Jahre lang ein- bis zweimal die Woche oder an Wochenenden auf ihre neue Aufgabe vor. 160 Stunden Theorie mussten gebüffelt werden. Nach den ersten 30 Stunden durften die Absolventinnen aber bereits mit Kindern zusammenarbeiten. Die Ausbildung war in sechs Module gegliedert. Am Ende der Ausbildung musste jede Teilnehmerin eine pädagogische Konzeption verfassen. Dabei wurden eine "Dilemma-Situation" analysiert und in einem halbstündigen Gespräch mögliche Lösungen aufgezeigt.

Glückwünsche und Dank für die geleistete Arbeit sprach Jugendamtsleiterin Charlotte Orzschig den Tagesmüttern aus. Deren wichtige Arbeit werde auch von den Kommunen gesehen, betonte Jochen Veit aus Baiersbronn als Vertreter der Kommunen. Die erfolgreichen Absolventinnen stammen aus Alpirsbach, Baiersbronn, Freudenstadt, Horb, Pfalzgrafenweiler und Schopfloch. Paul Huber versprach ihnen, sich weiterhin für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Kindertagespflege einzusetzen. Ziel sei es, dass jemand, der 40 Jahre lang als Tagesmutter gearbeitet habe, mehr als die Grundrente erhalte.

Diane Schreitmüller überreichte die Zertifikate und Rosen. Die Absolventinnen konnten sich an einem Büfett stärken und Musikstücke des Trios Quintfall genießen.

Beate Ade, Johanna Baumann, Corinne Grims, Katharina Huss, Judith Heberle, Mandy Oesterle, Larissa Nafz, Katharina Schlegel, Tanja Würth und Susanne Münstermann.

Kommt 24-Stunden-Kindergarten?

Schwarwälder Bote, 09.04.2019

Der Vorstand und die Geehrten des Tageselternvereins mit Gemeinderat Peter Schäfer (links). Foto: Baiker

Kreis Freudenstadt - Kommen im Landkreis Freudenstadt bald 24-Stunden-Kindergärten, die sieben Tage die Wochen geöffnet sind? Peter Rosenberger, Horber OB und Vorsitzender des Tageselternvereins im Landkreis, hält das zumindest für eine Überlegung wert.

Dies war Thema in der Hauptversammlung des Tageselternvereins in Wiesenstetten. Laut Rosenberger erfülle der Tageselternverein eine wichtige Funktion, auch im Zusammenspiel mit dem Jugendamt. Jedes Jahr finde die Hauptversammlung des Vereins in einer anderen Stadt oder Gemeinde statt, um den Bürgermeistern vor Augen zu führen, wie wichtig die Tagespflege ist. Es werde "großartige Arbeit" geleistet. Rosenberger geht sogar davon aus, dass man künftig auch über einen 24-Stunden-Kindergarten nachdenken müsse, der auch am Wochenende geöffnet hat. Die Kindertagespflege werde immer wichtiger.

Vorstand macht weiter

Laut Paul Huber, Vize-Vorsitzender, nimmt die Zahl der betreuten Kinder durch den Tageselternverein seit 1996 zu. 2018 wurden 656 Kinder in 711 Betreuungsverhältnissen betreut, davon waren 359 jünger als drei Jahre. 49 Kinder davon waren ein Jahr alt, 97 zwei Jahre alt. Tageseltern haben eine wichtige Funktion im Landkreis Freudenstadt. In der Fachberatung für die Kindertagespflegestellen gibt es sechs Fachberaterinnen mit einem Gesamtumfang von 4,85 Vollzeitstellen. Die Fachberatung habe wichtige Aufgaben, darunter die Beratung der Eltern sowie die Vermittlung, Beratung und Begleitung der Tagespflegepersonen. Dazu komme die Suche neuer Tageseltern sowie deren Aus- und Weiterbildung, Konfliktberatung, Krisenintervention, die Organisation von Vertretungen, Ferienbetreuung in Horb sowie die Beratung in Sonderfällen wie Inklusion. Den Kassenbericht trug Susanne Schnürle vor. Die Entlastung beantragte Peter Schäfer, der als Gemeinderat von Empfingen ein Grußwort gehalten hatte. Sie erfolgte einstimmig. Schäfer leitete auch die Wahlen (Info).

Für die Kampagne des Tageselternvereins zur Kommunalwahl, hauptsächlich adressiert an die Kandidaten für den Kreistag, wurde ein Arbeitspapier verabschiedet, Daring gibt es Informationen zu Geldleistungen in der Kindertagepflege. Gefordert wird eine bessere Entlohnung der Randzeiten morgens von 8 Uhr und abends nach 18 Uhr, die Honorierung der Teilnahme an Fortbildungen, die Einführung eines Sockelbetrags statt der linearen Erhöhung der Förderleistung, ein Zusatzbetrag für die Förderung von Kindern mit besonderem Förderbedarf und die Förderung der Übernachtung von Kindern in den Pflegefamilien von 22 bis 6 Uhr mit vier Stunden. Auf alle Fälle sei eine Weiterentwicklung der laufenden Geldleistung für die Tageseltern notwendig, um wenigstens den gesetzlichen Mindestlohn zu erreichen, so der Verein.

Da die Hauptversammlung in Wiesenstetten stattfand, lieferte der Verein einige Zahlen speziell für Empfingen. Demzufolge gibt es zwei Tagespflegepersonen in der Gemeinde, die zusammen sieben Betreuungsplätze anbieten.

Vier Plätze sind für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren, zwei davon sind aktuell belegte Plätze durch Kinder U3 2. Darüber hinaus werden fünf Kinder über drei Jahren betreut, die allesamt schulpflichtig sind. In der Summe würden aktuell sieben Kinder aus Empfingen im Ort betreut.

Um zu zeigen, was die Tageseltern im Landkreis leisten, führte der Vorstand folgenden Vergleich an: Um alle Kinder unter drei Jahren, die derzeit auf diese Weise betreut werden, in kommunalen Einrichtungen unterzubringen, müssten im Landkreis 22 zusätzliche Krippengruppen geschaffen werden.

Eine Reihe von Tagesmüttern wurde geehrt . Langjährige Mitglieder sind Miriam Rothfuß, Elisabeth Schnürle und Gabriele Seeger, Sabine Fritz, Sita Gessert, Jutta Gücli, Ina Münzberg und Renate Turner. Für 20 Jahre wurde Susanne Walter aus Empfingen geehrt

Info: Wahlen

Bei den Wahlen wurden die Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt:

Peter Rosenberger bleibt Vorsitzender

Paul Huber bleibt Stellvertreter

Eva Finkbeiner bleibt Schriftführerin

Susanne Schnürle bleibt Kassenwartin.

611 Kinder in der Tagespflege

Schwarzwälder Bote, 16.04.2018

Die Geehrten des Tageselternvereins mit dem zweiten Vorsitzenden Paul Huber (rechts) und Jugendamtsleiterin Charlotte Orzschig (links) vom Landratsamt Freudenstadt. Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Tageselternvereins Landkreis Freudenstadt stand die Würdigung des Engagements von Tagesmüttern und der langjährigen Vereinszugehörigkeit einzelner Mitglieder.

Kreis Freudenstadt. In 707 Betreuungsverhältnissen wurden im vergangenen Jahr 611 Kinder in der Tagespflege durch 136 Tagespflegepersonen betreut und gefördert. Rund die Hälfte der Kinder war unter drei Jahren. Der zweite Vereinsvorsitzende, Paul Huber, berichtete in seinem Jahresrückblick über einen Rückgang an Betreuungspersonen, da mehr Tagesmütter ausscheiden als neue hinzukommen. Huber sprach dabei die Problematik der Verlässlichkeit und der Kontinuität an, die durch langjährige Mitarbeiter gewährleistet werden könne.

Bürgermeister Dieter Bischoff begrüßte den Tageselternverein in den Räumen des Schulzentrums Pfalzgrafenweiler und bezog in seinen Grußworten Stellung zum Schulstandort, der mit einem Hort seit zwei Jahren die räumlichen und personellen Bedingungen geschaffen hat, um auch in den Ferienzeiten eine Betreuung zu gewährleisten. Momentan nehmen 28 Kinder dieses Angebot in Pfalzgrafenweiler in Anspruch, bei dem eine Betreuungszeit von bis zu 50 Wochenstunden möglich ist. Die Gemeinde stellt monatlich 610 Euro pro Kind als Zuschuss bereit, während die Eltern im Monat bis zu 500 Euro bezahlen müssen. Bischoff sprach auch über momentan ansteigende Kinderzahlen.

Charlotte Orzschig, Jugendamtsleiterin in Freudenstadt, überbrachte die Grüße von Landrat Klaus Michael Rückert und sprach über die Qualifizierungen und Fortbildungen für neue und bereits länger tätige Tagesmütter, die stets von Änderungen betroffen seien. Als Träger stünden beim Tageselternverein die Vermittlung und Begleitung sowie die Fachberatung und Qualifizierung im Vordergrund. Dem seit 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz für einjährige und ältere Kinder werde genügt. Der Tageselternverein übernehme als klassische Aufgaben neben der fachlichen Beratung die Vermittlung von Kindern zur Tagesbetreuung und begleite die Betreuungsverhältnisse.

Der Verein sei mit vier Vollzeitarbeitskräften, davon zwei befristet, einer 60-Prozent-Stelle und einer 25-Prozent-Stelle gut aufgestellt, meinte Paul Huber. Tagesmütter erhielten pro Kind und geleistete Betreuungsstunde eine Geldleistung in Höhe von sechs Euro, die auf 6,50 Euro erhöht werden könnte, sofern das von Landesseite befürwortet wird.

Fachliche Begleitung weiterentwickeln

In vergangenen Jahr konnten 331 Kinder in Betreuungsverhältnisse vermittelt werden, davon 71 Schulkinder, 83 Kindergartenkinder, 178 Kinder unter drei Jahren und sogar 36 Kinder unter einem Jahr. Allerdings wurden dem gegenüber auch 355 Betreuungsverhältnisse beendet. Für die Zukunft hat sich der Verein vorgenommen, die fachliche Begleitung weiterzuentwickeln und ein neues Qualifizierungskonzept zu erstellen.

Über die Zufriedenheit der Eltern mit der Kindertagespflege in Kooperation mit dem Tageselternverein referierte der Kindheitspädagoge Michael Müller über die Pilotstudie zu diesem Projekt. Nach dem Kassenbericht, vorgetragen von Susanne Schnürle, und einer einstimmigen Entlastung der Kassenführung und des gesamten Vorstands wurde Stefanie Schlotter einstimmig zur Kassenprüferin gewählt.

Zum Schluss der Hauptversammlung kündigte Paul Huber noch den Termin für den Festakt zum 25-jährigen Bestehens des Tageselternverein Freudenstadt an. Geplant ist hierfür der Samstag, 20. Februar, 2021.

Beim Tageselterverein Landkreis Freudenstadt wurden auch treue Mitglieder geehrt. Für 20 Jahre Mitgliedschaft wurden Christiane Gebhard, Ingrid Hoyer, Gabriele Schneider, Brigitte Schneiderhan, Susanne Walter und Theresia Zimmermann geehrt. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die seit vielen Jahren tätigen Tagesmütter Bärbel Fischer, Susanne Ring, Ursula Kolley, Sonja Kirschmann, Bärbel Bross, Ewald Schneider, Gisela Goldmann, Lucia Meyer, Silvia Holzapfel, Eva Finkbeiner, Cornelia Wöhrle, Manuele Drößler und Antoinette Huber. Sie alle durften sich über ein Buchpräsent aus der Hand von Paul Huber und den Dank des Tageselternvereins freuen.

Verein sucht dringend Tageseltern

Von Schwarzwälder-Bote 04.08.2017

Die Nachfrage nach der Betreuung von Kindern durch Tageseltern steigt im Kreis Freudenstadt. Foto: Tageselternverein

Kreis Freudenstadt - Die Kinderbetreuung durch Tageseltern wird immer beliebter. Auch im Landkreis Freudenstadt ist die Nachfrage in jüngster Zeit so hoch, dass der Tageselternverein nun Alarm schlägt.

"Seit 2009 haben sich die Betreuungszahlen in der Kindertagespflege verdoppelt, die Zahl der unter Dreijährigen hat sich sogar vervierfacht, die Zahl der Betreuungspersonen hat dabei jedoch stagniert", so Paul Huber, einer der beiden Vorstände des Vereins.

108 Tageseltern sind derzeit im ganzen Landkreis tätig; benötigt werden angesichts steigender Nachfrage in den kommenden Jahren aber noch deutlich mehr. Während bisher oft optimale Betreuungslösungen gefunden werden konnten, gibt es mittlerweile eine lange Warteliste.

Babyboom, Einführung eines gesetzlichen Rechtsanspruchs, ein breiter Ausbau der Kindertagesstätten und die gute Beschäftigungslage in den letzten Jahren hätten dazu geführt, dass immer mehr Eltern auch schon für die kleinen Kinder eine Betreuungsmöglichkeit in Anspruch nehmen, so Huber. Im Zuge dessen erfahre auch die Betreuung bei Tageseltern immer mehr Zuspruch.

Oft seien es auch die Arbeitszeiten der Eltern, die außerhalb der üblichen Krippenöffnungszeiten liegen und somit eine Betreuung durch eine Tagesmutter erforderlich machten. Paul Huber führt als Beispiel den Fall des kleinen Fabian (neun Monate) an: Seine Mutter wird im September eine Ausbildung zur Krankenpflegerin beginnen, ab dann braucht sie für ihren Kleinen eine Betreuung. Fabians Oma würde gerne ihre Tochter unterstützen, ist aber selbst noch berufstätig. Ein Krippenplatz würde wegen der Arbeitszeiten, die für Fabians Mutter anfallen, ihren Betreuungsbedarf nicht abdecken. Zuhause bleiben ist keine Alternative, sie ist alleinerziehend und muss auf Dauer für ein ausreichendes Einkommen für sich und ihren Sohn sorgen.

So wie Fabians Mutter geht es zurzeit vielen Eltern: Viele Betreuungsanfragen können noch nicht erfüllt werden. Der Tageselternverein sei deshalb immer um die Gewinnung und Ausbildung liebevoller und kompetenter Tageseltern bemüht, betont Huber.

Am 7. Oktober beginnt ein neuer Qualifizierungskurs. Diese Grundqualifizierung dauert insgesamt ein Jahr. Die einzelnen Termine finden meist einmal wöchentlich abends oder samstags außerhalb der Ferienzeiten statt. Bereits nach dem ersten Teil der Qualifizierung kann mit der Betreuung von Kindern begonnen werden. Wer Freude am Umgang mit Kindern hat und gerne Tagesmutter oder Tagesvater werden möchte, kann sich auf der Homepage des Tageselternvereins (www.tev-fds.de) informieren oder sich für ein persönliches Beratungsgespräch direkt an die Fachberaterinnen wenden, Telefon 07451/8483 oder 07441/ 90 55 69.

Gute Arbeit für wenig Geld?

Schwarzwälder Bote, 24.04.2017

Im Landkreis Freudenstadt wurden im vergangenen Jahr 620 Kinder in der Tagespflege von 136 Mitgliedern des Tageselternvereins betreut und gefördert. Der Verein ergänzt das Betreuungsangebot der Kindertagesstätten und der Kinderkrippen im Kreis.

Kreis Freudenstadt/Loßburg/Horb. Zu seiner Mitgliederversammlung begrüßte der Vorsitzende des Tageselternvereins, Horbs OB Peter Rosenberger, die vor allem weiblichen Vereinsmitglieder und Mitarbeiterinnen, seine Vorstandskollegen sowie die Sozialdezernentin des Landkreises Freudenstadt, Stefanie Simet, und den Hausherrn des Kinzighauses, Loßburgs Bürgermeister Christoph Enderle.

Rosenberger informierte zuerst über das Angebot des Tageselternvereins, das nicht nur eine qualitativ hochwertige "Randzonenbetreuung" abdecke, sondern auch viele Kleinkinder in den Kernzonen nicht nur betreue, sondern auch fördere. Die Kinderbetreuung sei vor allem im ländlichen Raum enorm wichtig und hier auch noch bezahlbar. Im vergangenen Jahr, in dem der Verein sein 20-jähriges Bestehen gefeiert hat, sei deutlich geworden, dass die Arbeit der Tageseltern auch wertgeschätzt werde. "Ich bin mir sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte der Vereinsvorsitzende in seiner Begrüßungsrede. Kinderbetreuung habe einen hohen Stellenwert. Außerdem sei er zuversichtlich, dass der Verein seine Forderungen politisch richtig platzieren könne, "denn da geht es natürlich ums Geld". Die Bezahlung der Tageseltern sei einfach nicht dort, wo sie hingehöre. Kinderbetreuung sei ein zentrales Thema, sagte auch Bürgermeister Christoph Enderle in seinem Grußwort. Alleine in Loßburg gäbe es sechs Tageseltern, die das kommunale Angebot im Kinderbetreuungsbereich ergänzen würden. Es gelte, Kinder zu betreuen und nicht zu verwahren. Loßburg sei eine sehr familienfreundliche Kommune, die das sehr gut hinbekommen habe. Auch er erwähnte, dass bei der Bezahlung der Tageseltern nachgebessert werden müsse. Von Seiten des Landratsamtes war es die Dezernentin für Soziales, Stefanie Simet, die in ihrer Rede die wichtige Arbeit des Vereins hervorhob. Das Betreuungsangebot des Tageselternvereins sei ein Bonus, der nicht nur wohnortnah, sondern auch hochflexibel sei. Betreuung werde auch an den Wochenenden und von früh morgens bis spät in die Nacht angeboten. Auch das Ferienprogramm des Tageselternvereins sei für berufstätige Eltern eine großartige Unterstützung und ideale Ergänzung. Dass der Verein dem Landkreis wichtig sei, zeige sich an der Förderung von 279 000 Euro im letzten Jahr, sagte sie und dankte für das Engagement im Namen des Landkreises.

Über den Jahresbericht im Einzelnen informierte der zweite Vorsitzende Paul Huber. Durch Mehrfach- und Ferienbetreuung seien für die 620 betreuten Kinder in der Kindertagespflege für den Verein 746 Betreuungsverhältnisse entstanden. Davon seien 596 Kinder im Haushalt der Tageseltern, 104 Kinder in anderen geeigneten Räumen und 46 Kinder im Haushalt der Eltern betreut und gefördert worden. In 474 Fällen habe der Verein das einzige Betreuungssetting getätigt, bei 238 Kindern sei die Betreuung ergänzend zu einer Förderung in einem Kindergarten oder einer Krippe erfolgt. 34 Kinder seien ergänzend zur Ganztagsschule betreut worden. Insgesamt 370 der betreuten Kinder waren jünger als drei Jahre, davon 306 sogar jünger als zwei, beziehungsweise 130 jünger als ein Jahr. Dies entspreche einer Betreuungsquote von 5,6 Prozent für den Landkreis und bedeute, dass jedes vierte Kind unter drei Jahren, das im Jahre 2016 im Kreis außerfamiliär betreut wurde, eine Tagesmutter vom Verein gewählt hatte, erläuterte Huber.

Die derzeitigen 136 Tagespflegepersonen des Vereins hätten im vergangenen Jahr nahezu 300 000 Betreuungsstunden geleistet. Dabei liege die Zufriedenheit aus der Sicht der Eltern bei 98 Prozent, informierte Paul Huber.

Im Anschluss an die Hauptversammlung referierte Gabriele Haug-Schnabel über das Thema "Besonderheiten der Qualität in der Kindertagespflege". Sie ist Leiterin der Forschungsgruppe "Verhaltensbiologie des Menschen" mit Forschungsschwerpunkt "Kindliche Entwicklung und Qualität in der außerfamiliären Betreuung". Die Tagespflege habe ein Alleinstellungsmerkmal und sie sei zwar nicht gleichartig aber gleichwertig mit anderen Einrichtungen wie Kitas oder Krippen, habe eine Studie ergeben.

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