Pressespiegel

Tageseltern im Landkreis stark gefragt

Schwarzwälder Bote, 13.07.2020
Susanne Münstermann legt Wert darauf, dass ihre Tageskinder viel an der frischen Luft sind. Foto: Reimer
 

Kreis Freudenstadt - Tageseltern sind gefragter denn je. Im Landkreis Freudenstadt wird daher dringend Nachwuchs benötigt. Doch wie sieht der Alltag einer Tagesmutter aus? Susanne Münstermann aus Glatten gewährt in unserem Artikel einen kleinen Einblick in ihren Alltag.

"Man muss ein Herz für Kinder haben. Das ist die erste Voraussetzung, wenn man Tagesmutter sein will", erklärt Susanne Münstermann. Sie sitzt neben den beiden zweijährigen Sascha und Theo, die auf einem Spielteppich mit Spielzeugautos die Straßen abfahren.

Die Auswahl für die zwei Jungs ist groß. In dem von ihr und ihrem Mann eigens für die Betreuung eingerichteten Raum finden sich neben kleinen Plastiktierchen und -autos auch eine Kinderküche mitsamt Spielzeuginventar sowie ein kleines Schaumstoffset zum Drüberkrabbeln und Runterrutschen. Ab und zu wird auch gemalt, wie die Bilder der kleinen Künstler, die an der Wand hängen, zeigen. Für Abwechslung ist somit gesorgt.

Pädagogische Ausbildung ist keine Voraussetzung

Münstermann betreut nur Kinder, die jünger als drei Jahre alt sind. U3-Kinder machen im Landkreis Freudenstadt etwa die Hälfte der von Tageseltern betreuten Kinder aus, erklärt Irina Novolodskih, Fachberaterin vom Tageselternverein Landkreis Freudenstadt. Es ist aber auch möglich, Kinder bis zum 14. Lebensjahr von Tageseltern betreuen zu lassen.

Münstermann arbeitet seit etwa zweieinhalb Jahren als Tagesmutter. Vorher war sie Betreuerin im Kindergarten. "Eine pädagogische Ausbildung ist aber keine Vorraussetzung", erklärt Novolodskih. Das Basiswissen wird in Qualifizierungskursen vermittelt. Nachwuchs wird im Landkreis Freudenstadt dringen benötigt. "Die Tageseltern bei uns sind meist voll ausgelastet", meint Novolodskih, "und es kommt vor, dass Schwangere bereits für ihr ungeborenes Kind nach einem Betreuungsplatz fragen."

Im Landkreis verteilen sich etwa 350 Kinder auf 90 Tageseltern. Die meisten von ihnen sind Frauen, nur einen Tagesvater gibt es derzeit im Kreis. Münstermann erklärt, dass Kinder bei ihr etwa anderthalb Jahre vorher zur Tagespflege angemeldet werden müssen. Die Nachfrage sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. "Es ist ein gesellschaftlicher Wandel wahrnehmbar. Es wird erwartet, dass beide Eltern frühzeitig wieder ins Berufsleben zurückkehren", meint sie.

Fast immer geht es nach draußen

Ein kleines Spielzeugkrokodil sorgt bei Sascha und Theo für Ärger. "Beißt das Krokodil wieder? Dann müssen wir ein Gehege bauen", sagt Münstermann und schreitet mit den Jungs zur Tat. Nachdem das Tier gebändigt und in seinem Lego-Käfig untergebracht wurde, geht es kurze Zeit später nach draußen in Münstermanns Garten.

Sie gehe immer mit den Kindern raus, entweder in ihren gepachteten Garten oder in den naheliegenden Wald. "Wenn’s blitzt und donnert, bleiben wir auch mal drinnen", sagt Münstermann. Und das sei auch ein großer Vorteil an dieser Arbeit. "Man kann sich sein eigenes Konzept zusammenstellen. Man kann mit den Kindern rausgehen oder mit ihnen drinnen bleiben und musizieren, malen oder spielen", meint sie. Auch die Arbeitszeiten kann man selbst bestimmen. Sie bietet beispielweise die Betreuung vier Tage die Woche von 7 bis 14 Uhr an. So bleibe auch genug Zeit für die eigene Familie.

Neben Spiel und Spaß auch Förderung

Münstermanns Garten liegt einige hundert Meter von ihrem Haus entfernt. Sie nutzt die Gelegenheit, Sascha und Theo das sichere Überqueren der Straße beizubringen. Die Jungs bleiben brav auf dem Gehweg stehen und schauen erstmal, ob ein Auto kommt. Auch das gehört zu den Aufgaben einer Tagesmutter. Neben Spiel und Spaß müssen die Kinder in ihrer Entwicklung gefördert werden.

Auf dem Weg zum Garten wird Sascha von seinem Vater abgeholt. Er sträubt sich zunächst ein wenig. Widerwillig und mit trauriger Miene geht er dann doch. "Das passiert auch manchmal, dass die Kinder noch bleiben wollen", sagt Münstermann und lacht.

Den Garten hat Sie mit Hilfe ihres Mannes in einen kleinen Spielplatz umgewandelt. Rutsche, Klettergerüst, Sandksten und ausreichend Platz bieten den Kindern genug Möglichkeiten sich auszutoben. Theo hat diesmal Lust, im Sandkasten zu spielen. Während er mit Schaufel und Händen im Sand buddelt, "backt" Münstermann ihm einen kleinen Sandkuchen. Ein Sonnensegel spendet den beiden etwas Schatten und schützt sie vor der knallenden Mittagssone.

Geduld und gute Nerven - auch für die Eltern

Spieltplatz und Spielzimmer – das hat nicht jeder zu bieten. Das ist aber auch nicht zwingend notwendig. "Viele Tagesmütter betreuen die Kinder in ihrem eigenen Wohnzimmer. Das geht natürlich auch", sagt Münstermann. Viel wichtiger sei es, dass man neben einem Herz für Kinder, Geduld und gute Nerven – auch für die Eltern – mitbringt, sowie den Rückhalt der eigenen Familie hat. Die Arbeit als Tagesmutter oder -vater stelle schließlich das Haus auf den Kopf, meint sie.

Der nächste Qualifizierungskurs des Tageselternvereins Landkreis Freudenstadt soll im November beginnen. Dieser hat einen Umfang von 160 Stunden und erstreckt sich über einen Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr. Der Kurs qualifiziert Anwärter zur Kindertagespflege. Die Anmeldung ist bereits möglich.

Angehende Tageseltern sollten Interesse und Freude an Kindern haben sowie die Bereitschaft, sie bei ihrer Entwicklung zu begleiten, so der Tageselternverein. Die Tätigkeit sollte für einen möglichst mehrjährigen Zeitraum gewählt werden. Zur Erteilung der Pflegeerlaubnis sind ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis und ein Gesundheitsnachweis erforderlich, ebenso ein Schul- oder Berufsabschluss.

Der Tageselternverein wurde 1996 in Horb gegründet. 2003 erweiterte er seinen Tätigkeitsbereich auf den gesamten Landkreis. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem die Vermittlung von Betreuungspersonen an Eltern, die Beratung von Eltern und Tageseltern sowie die Organisation von Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen für Tageseltern in Zusammenarbeit mit dem Kindertagespflegedienst des Landkreises. Seit seiner Gründung hat der Verein mehr als 1 000 Kinder in Tagespflege vermittelt und über 500 Tageseltern für ihre Tätigkeit qualifiziert.

Stopp für Urlaubsgeld-Regel

Schwarzwälder Bote, 04.03.2020
 

Der kürzlich gefasste Beschluss des Kreistags zur besseren Vergütung der Annexleistung "Urlaub/Krankheit" bei Tageseltern wird wieder aufgehoben.

Kreis Freudenstadt (mos). Über die Aufhebung des Beschlusses wird der Kreistag in seiner Sitzung am 16. März entscheiden. Die entsprechende Empfehlung des Jugendhilfeausschusses liegt seit Montag vor – einstimmig.

Darin gehe es um die Vergütung von Urlaub und Krankheit. Geplant war, dass künftig für maximal vier Wochen Urlaub im Jahr und maximal vier Wochen Krankheit eine Vertretungsperson die doppelte laufende Geldleistung bekommen soll, und dass die normale laufende Geldleistung in dieser Zeit aber trotzdem weiter an die Haupt-Tageselternperson bezahlt wird. Der Tageseltenverein war seinerzeit davon ausgegangen, dass dies zu Mehrkosten von etwa 16 000 Euro pro Jahr führen wird. "Beim zweiten Hinschauen haben wir nun aber festgestellt, dass wir da wohl etwas über das Ziel hinaus geschossen sind", sagte der Erste Landesbeamte Reinhard Geiser zur Wiedervorlage des Themas.

Vorausgegangen war eine nochmalige Berechnung des Tageselternvereins, der auf Grundlage einer durchschnittlichen Betreuungszeit von 65 Stunden pro Kind und Monat bei derzeit 380 Kindern Mehrkosten von 321 000 statt 16 000 Euro errechnete. Aus diesem Grund soll der Beschluss nun aufgehoben und das Thema im Arbeitskreis erneut beraten werden, um eine rechtssichere und realistische Lösung zu erarbeiten.

Paul Huber vom Tageselternverein betonte, dass man das Thema nicht nur wegen des Geldes, sondern wegen weiterer Umsetzungsprobleme in Zusammenhang mit der Neuregelung erneut aufs Tapet gebracht habe. Im Landesverband habe man das Thema ebenfalls diskutiert und landesweite Empfehlungen überlegt, nachdem bisher keines der umgesetzten Modelle richtig gut funktioniere. Deshalb sei es wichtig, das Ganze in Ruhe anzugehen und gut zu überlegen, um am Ende eine "nachhaltige Lösung" zu präsentieren.

Auf Nachfrage von Kreisrätin Anita Frank (Frauenliste) betonte die zuständige Dezernentin Sarah Schauer, dass man auch den Fehler gemacht habe, bei der Berechnung den Ist-Zustand zugrunde zu legen. Realistisch sei aber, dass bei besserer Vergütung entsprechend mehr Urlaubs- und Krankheitsfälle anfallen. Bisher musste die Tagespflegeperson ihr Geld für die Dauer der Vertretung an die Vertretungsperson abgeben, weshalb viele auf Urlaub verzichtet und auch dann gearbeitet hätten, wenn sie sich gesundheitlich nicht wohl gefühlt hätten. Das sei künftig vermutlich nicht mehr so.

Auf die Frage von Anita Frank betonte Huber, dass er bisher aufgrund der besseren Vergütung keinen konkret höheren Zulauf an Tageseltern festgestellt habe. Man sei aber guten Mutes, auch weiterhin Tagespflegepersonen zu finden und die Zahlen zumindest zu halten. Auch deshalb, weil beispielsweise die Nachtbetreuung zwischenzeitlich deutlich besser bezahlt würde als bisher. Besonders in Gebieten wie Baiersbronn mit viel Gastronomie werde das genutzt. Derzeit laufe ein Qualifizierungskurs mit acht Teilnehmern, umgekehrt gebe es aber auch Abgänge.

Tageseltern gefragt

Schwarzwälder Bote, 16.08.2019

Freudenstadt/Horb. Der Bedarf an Tagesmüttern und Tagesvätern ist in den vergangenen Jahren im Landkreis Freudenstadt stark angestiegen. "Momentan ist es sehr schwierig, für alle Familien die passende Tagesmutter zu finden", sagt Ulrike Schäfer, Fachberaterin beim Tageselternverein.

Tageseltern kümmern sich im eigenen Haushalt um Kleinkinder bis drei Jahre, teilweise auch um Kinder nach oder vor dem Kindergarten oder nach der Schule, in kleinen Gruppen von insgesamt nicht mehr als fünf Kindern.

Wie der Tageselternverein mitteilt, werden im Landkreis Freudenstadt aktuell 383 Kinder bei 109 Tagesmüttern und zwei Tagesvätern betreut. Gebraucht würden noch mehr, zumal viele der jetzigen Tagesmütter in absehbarer Zeit altershalber in Rente gehen, so der Verein. Die Grundqualifizierung bildet in 160 Unterrichtseinheiten die angehenden Tagesmütter nicht nur in alltagspraktischen Fragen aus, sondern umfasst auch eine große Bandbreite fachpädagogischer Kenntnisse. Künftige Tagesmütter oder Tagesväter sollten Freude am Umgang mit Kindern mitbringen, betont Paul Huber, zweiter Vorsitzender des Tageselternvereins Freudenstadt. Gefragt seien aber auch noch gute Schrift- und Sprachkenntnisse in Deutsch und Organisationstalent. Am 11. Oktober startet der neue Grundqualifizierungskurs beim Tageselternverein. Interessenten können sich bei Melanie Pontiero (Büro Horb), Telefon 07451/6 27 94 06, oder Irina Novolodskih (Büro Freudenstadt), Telefon 07441/ 86 39 66, melden.

Neue Tagesmütter erhalten Zertifikate

Schwarzwälder Bote, 14.05.2019

Bei der Zertifikatsfeier: die neuen Tagesmütter mit Vertretern des Tageselternvereins Freudenstadt und des Landratsamts. Foto: Schwark Foto: Schwarzwälder Bote

Freudenstadt. Bei einer öffentlichen Zertifikatsfeier im Bistro des Landratsamts Freudenstadt erhielten aus Anlass des "Tags der Kinderbetreuung" einige Tagesmütter vom Tageselternverein Freudenstadt ihre Zertifikate.

Sie hatten im vergangenen Jahr ihr Abschlusskolloquium bestanden. Der zweite Vorsitzende des Tageselternvereins Landkreis Freudenstadt, Paul Huber, begrüßte dazu auch die Jugendamtsleiterin Charlotte Orzschig und Diane Schreitmüller als Leiterin der Qualifizierung. Huber erläuterte, wie der Tag der Kinderbetreuung zustande kam. Ins Leben gerufen wurde der Aktionstag von Peter Gärtner im Jahr 2012. Die Absolventinnen bereiteten sich eineinhalb Jahre lang ein- bis zweimal die Woche oder an Wochenenden auf ihre neue Aufgabe vor. 160 Stunden Theorie mussten gebüffelt werden. Nach den ersten 30 Stunden durften die Absolventinnen aber bereits mit Kindern zusammenarbeiten. Die Ausbildung war in sechs Module gegliedert. Am Ende der Ausbildung musste jede Teilnehmerin eine pädagogische Konzeption verfassen. Dabei wurden eine "Dilemma-Situation" analysiert und in einem halbstündigen Gespräch mögliche Lösungen aufgezeigt.

Glückwünsche und Dank für die geleistete Arbeit sprach Jugendamtsleiterin Charlotte Orzschig den Tagesmüttern aus. Deren wichtige Arbeit werde auch von den Kommunen gesehen, betonte Jochen Veit aus Baiersbronn als Vertreter der Kommunen. Die erfolgreichen Absolventinnen stammen aus Alpirsbach, Baiersbronn, Freudenstadt, Horb, Pfalzgrafenweiler und Schopfloch. Paul Huber versprach ihnen, sich weiterhin für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Kindertagespflege einzusetzen. Ziel sei es, dass jemand, der 40 Jahre lang als Tagesmutter gearbeitet habe, mehr als die Grundrente erhalte.

Diane Schreitmüller überreichte die Zertifikate und Rosen. Die Absolventinnen konnten sich an einem Büfett stärken und Musikstücke des Trios Quintfall genießen.

Beate Ade, Johanna Baumann, Corinne Grims, Katharina Huss, Judith Heberle, Mandy Oesterle, Larissa Nafz, Katharina Schlegel, Tanja Würth und Susanne Münstermann.

Kommt 24-Stunden-Kindergarten?

Schwarwälder Bote, 09.04.2019

Der Vorstand und die Geehrten des Tageselternvereins mit Gemeinderat Peter Schäfer (links). Foto: Baiker

Kreis Freudenstadt - Kommen im Landkreis Freudenstadt bald 24-Stunden-Kindergärten, die sieben Tage die Wochen geöffnet sind? Peter Rosenberger, Horber OB und Vorsitzender des Tageselternvereins im Landkreis, hält das zumindest für eine Überlegung wert.

Dies war Thema in der Hauptversammlung des Tageselternvereins in Wiesenstetten. Laut Rosenberger erfülle der Tageselternverein eine wichtige Funktion, auch im Zusammenspiel mit dem Jugendamt. Jedes Jahr finde die Hauptversammlung des Vereins in einer anderen Stadt oder Gemeinde statt, um den Bürgermeistern vor Augen zu führen, wie wichtig die Tagespflege ist. Es werde "großartige Arbeit" geleistet. Rosenberger geht sogar davon aus, dass man künftig auch über einen 24-Stunden-Kindergarten nachdenken müsse, der auch am Wochenende geöffnet hat. Die Kindertagespflege werde immer wichtiger.

Vorstand macht weiter

Laut Paul Huber, Vize-Vorsitzender, nimmt die Zahl der betreuten Kinder durch den Tageselternverein seit 1996 zu. 2018 wurden 656 Kinder in 711 Betreuungsverhältnissen betreut, davon waren 359 jünger als drei Jahre. 49 Kinder davon waren ein Jahr alt, 97 zwei Jahre alt. Tageseltern haben eine wichtige Funktion im Landkreis Freudenstadt. In der Fachberatung für die Kindertagespflegestellen gibt es sechs Fachberaterinnen mit einem Gesamtumfang von 4,85 Vollzeitstellen. Die Fachberatung habe wichtige Aufgaben, darunter die Beratung der Eltern sowie die Vermittlung, Beratung und Begleitung der Tagespflegepersonen. Dazu komme die Suche neuer Tageseltern sowie deren Aus- und Weiterbildung, Konfliktberatung, Krisenintervention, die Organisation von Vertretungen, Ferienbetreuung in Horb sowie die Beratung in Sonderfällen wie Inklusion. Den Kassenbericht trug Susanne Schnürle vor. Die Entlastung beantragte Peter Schäfer, der als Gemeinderat von Empfingen ein Grußwort gehalten hatte. Sie erfolgte einstimmig. Schäfer leitete auch die Wahlen (Info).

Für die Kampagne des Tageselternvereins zur Kommunalwahl, hauptsächlich adressiert an die Kandidaten für den Kreistag, wurde ein Arbeitspapier verabschiedet, Daring gibt es Informationen zu Geldleistungen in der Kindertagepflege. Gefordert wird eine bessere Entlohnung der Randzeiten morgens von 8 Uhr und abends nach 18 Uhr, die Honorierung der Teilnahme an Fortbildungen, die Einführung eines Sockelbetrags statt der linearen Erhöhung der Förderleistung, ein Zusatzbetrag für die Förderung von Kindern mit besonderem Förderbedarf und die Förderung der Übernachtung von Kindern in den Pflegefamilien von 22 bis 6 Uhr mit vier Stunden. Auf alle Fälle sei eine Weiterentwicklung der laufenden Geldleistung für die Tageseltern notwendig, um wenigstens den gesetzlichen Mindestlohn zu erreichen, so der Verein.

Da die Hauptversammlung in Wiesenstetten stattfand, lieferte der Verein einige Zahlen speziell für Empfingen. Demzufolge gibt es zwei Tagespflegepersonen in der Gemeinde, die zusammen sieben Betreuungsplätze anbieten.

Vier Plätze sind für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren, zwei davon sind aktuell belegte Plätze durch Kinder U3 2. Darüber hinaus werden fünf Kinder über drei Jahren betreut, die allesamt schulpflichtig sind. In der Summe würden aktuell sieben Kinder aus Empfingen im Ort betreut.

Um zu zeigen, was die Tageseltern im Landkreis leisten, führte der Vorstand folgenden Vergleich an: Um alle Kinder unter drei Jahren, die derzeit auf diese Weise betreut werden, in kommunalen Einrichtungen unterzubringen, müssten im Landkreis 22 zusätzliche Krippengruppen geschaffen werden.

Eine Reihe von Tagesmüttern wurde geehrt . Langjährige Mitglieder sind Miriam Rothfuß, Elisabeth Schnürle und Gabriele Seeger, Sabine Fritz, Sita Gessert, Jutta Gücli, Ina Münzberg und Renate Turner. Für 20 Jahre wurde Susanne Walter aus Empfingen geehrt

Info: Wahlen

Bei den Wahlen wurden die Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt:

Peter Rosenberger bleibt Vorsitzender

Paul Huber bleibt Stellvertreter

Eva Finkbeiner bleibt Schriftführerin

Susanne Schnürle bleibt Kassenwartin.

  • 1
  • 2